„Gesetzestexte sind schwere Kost“

Steuerfachangestellten-Azubis nehmen an Umfrage des BMF teil

Wer kennt das nicht, Sie müssen sich aus einem Gesetzbuch Informationen zu privaten, beruflichen oder schulischen Sachverhalten beschaffen, verstehen dann aber nur Bahnhof? Die Sprache der Gesetzestexte gilt als sperrig, kompliziert und teilwiese schwer verständlich. Eine altertümliche Wortwahl, Fachbegriffe und lange verschachtelte Sätze mit Querverweisen machen einem das Leben schwer. Selbst kundige und geübte Leser haben bei neuen und unbekannten Paragrafen mit Verständnisproblemen zu kämpfen.  Wie soll es da Schüler:innen, Azubis oder gar Menschen mit Migrationshintergrund gehen?  Das Bundesministerium für Finanzen will es herausfinden und führt in Kooperation mit dem Leibniz-Institut für Deutsche Sprache (IDS) eine Studie zur Verständlichkeit von Verwaltungssprache durch. Auf Basis der erhobenen Daten soll anschließend die behördliche Sprache benutzerfreundlich und verständlicher gestaltet werden. Interessierte und Leidtragende können unter folgendem Link noch bis Mitte März 2021 an der Befragung teilnehmen:

https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Steuern/2021-01-27-Umfrage-Verstaendlichkeit-Verwaltungssprache.html

Die Auszubildenden zur/zum Steuerfachangestellten am EGB kennen sich mit der Problematik bestens aus, deshalb haben wir in fast allen Klassen des Bildungsgangs die Befragung durchgeführt und um Meinungen zu dem Projekt gebeten. Die Meinung einer Schülerin der Mittelstufe soll exemplarisch für die überwältigende Mehrheit aller Befragten des Bildungsgangs stehen:

„Ich finde, das Projekt, die Sprache der Gesetzestexte bürgerfreundlicher zu gestalten gut. Die Sprache der Gesetzestexte ist manchmal schwierig zu verstehen aufgrund der eher alltagsfremden Wortwahl sowie den langen ineinander verschlungenen Sätzen. Ich finde die Sprache in Gesetzen sollte überarbeitet werden.“

K. Dobschinski

Tags: Steuerfachangestellte

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