Virtual Reality

Das Thema Virtual Reality zieht seit vielen Jahren verstärkt in die Gesellschaft und das alltägliche Leben ein.  

Mit der Stadt Köln setzen wir derzeit ein Pilot-Projekt zum Thema „kommende Einsatzmöglichkeiten von Augmented-/Virtual Reality in Schulen“ um. Das Thema Augmented-/Virtual Reality besitzt ein ungemeines Potenzial für das Lernen, welches auch in der Bildungsinitiative „Bildung 4.0“ entsprechend zum Ausdruck kommt. Wir sehen hier die Notwendigkeit, Schülern und Auszubildenden in ihrer schulischen und beruflichen Ausbildung auf das Thema Virtual Reality vorzubereiten und mehr als Grundlagewissen zu vermitteln (s. a. EGB-Medienkonzept).

Der Umgang und das Verständnis kann nur durch einen handlungsorientierten Einsatz, und dadurch folgernd durch einen handlungsorientierten, selbstorganisierenden Unterricht, aufgebaut werden.

Da wir im Multimedia-Projektraum bereits seit mehreren Jahren die Auszubildenden auch in den Bereichen Sprach­erkennung und Sprachausgabe für die Mensch-Maschine Interaktion, die Bild­verarbeitung (Bilderkennung, Bildverfolgung), die Kommunikation über LAN / WLAN (Videokonferenzen, Group Learning) und  alternative Ein- und Ausgabetechniken (Sensorik, Gestensteuerung) unterrichten und die Auszubildenden auf die Anforderungen der 21st Century Skills ausbilden, sehen wir es als notwendig an, auch den Bereich der virtuellen Realität zu integrieren und damit neue Impulse in der Ausbildung zu setzen.

Mit Hilfe von 3D-Brillen (derzeit befinden sich die VR-Brillen Oculus-Rift, HTC-Vive und Sony-VR im Einsatz) ist es uns gelungen, die Sicht von virtuellen Räumen in die Klassenzimmer zu transportieren. Der Einsatz von virtueller Technik im Klassenzimmer ermöglicht eine erhebliche Steigerung der Kompetenzerlangung. Die Kombination von Spaß und Lernen fördert nach neuesten lernpsychologischen Erkenntnissen den Lernvorgang erheblich. Er fördert die Kreativität, die Problemlösungsfähigkeiten sowie die Ausbildung von Kooperations- und Teamkompetenzen im Unterricht und auch im gesellschaftlichen Leben.

Im Bildungsgang Kaufleute für Büromanagement haben wir uns entschieden, die SuS in ihrer schulischen und beruflichen Ausbildung auch auf das Thema Virtual Reality vorzubereiten. Bisher wurden im Fach Büroprozesse Arbeitsplatzumgebungen im Unterricht mit Hilfe von Microsoft Visio konzipiert und in 2D dargestellt.
Im Schuljahr 2016/2017 haben wir erstmalig diese Lernsituation in Projektform unterrichtet und die digitalen Medien ausgetauscht. Die SuS erstellten mit der Software SweetHome 3D Klein- und Großraumbüros unter ergonomischen Gesichtspunkten, die sie in einer späteren Projektphase mit Hilfe der VR-Brillen begehen und bewerten konnten.  Die Auswahl auf SweetHome 3D fiel auch aus dem Umstand heraus, dass die Software kostenlos verfügbar ist und die SuS diese Software auch zu Hause auf ihren Devices oder im Ausbildungsbetrieb problemlos nutzen können.

Das Zusammenwachsen von Robotik, VR und KI wird den technologischen Wandel massiv beschleunigen und auch die Lernkonzepte und-strukturen in Schulen stark verändern – erste Trends wie bspw. MOOCs (massive offene Online-Kurse) oder die Khan-Academy zeigen mögliche Wege auf.

Die SuS waren begeistert vom Einsatz der VR-Brillen im Unterricht und bestätigten uns den sinnvollen und motivierenden Einsatz dieses neuen digitalen Mediums. Für fast alle SuS war es die erste Begegnung mit dem Medium VR-Brille. In einer Einführungsphase konnten die SuS alle 3 VR-Brillen-Typen testen und durch die Demos der Hersteller das ungemeine Potential dieses Mediums erfahren.
„Das habe ich noch nicht erlebt!“, „Wahnsinn, man ist in einer anderen Welt!“ (Kommentare von SuS).

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